Die BNC-Verkabelung
besteht aus einer Strang-Verkabelung, die vom ersten bis zum
letzten Rechner ein durchgehendes Kabel besitzt. BNC-Kabel
bestehen aus einem Schirm und einer Seele, der Steckverbinder
ist ein BNC-Verbinder, der erst aufgedrückt und dann bis zum
Einrasten gedreht wird. Das ist sehr günstig, einfach selbst
zu konfigurieren und funktioniert auch ganz gut, aber eine
einzige fehlerhafte Verbindung kann das gesamte Netz lahm
legen. Dieses Netz funktioniert mit 10 MBit, also etwa 1
Megabyte/Sekunde. Die physikalischen Enden (also die beiden
Rechner, die an nur einem Kabel angeschlossen sind) müssen
auf einer Seite mit einem Widerstand von 50 Ohm abgeschlossen
werden. Das erledigen sogenannte »Terminatoren«, kleine
Endwiderstände.
Bei TP-Kabeln ist die
Verkabelung ein wenig aufwendiger, da sie komplett anders
aufgebaut ist. Die Kabel laufen wie bei einem Stern in der
Mitte zusammen, das Gerät in der Mitte heißt Hub und muss
extra angeschafft werden. Obwohl diese Variante teurer ist,
gibt es einige Vorteile. Ein Kabelbruch führt nur zum Ausfall
eines einzelnen Rechners, die anderen Rechner können also
weiter arbeiten. Als besonderen Bonus gibt es diese
Verkabelung mit 10 MBit (10Base-T) und 100MBit (100Base-TX),
was heutzutage eine vernünftige Verkabelung für große
Datenmengen darstellt (mehrere Gigabytes pro Tag). TP-Kabel
haben an jeder Seite einen 8-poligen Westernstecker, wie ein
ISDN-Kabel.
Beim Hub gibt es noch einiges zu
beachten: Ein normaler Hub kann entweder 10MBit- oder 100
MBit-Geräte verbinden. Geräte, die beide Typen im gleichen
Netz versorgen können, heißen Switching Hub und kosten sehr
viel mehr (in etwa das Doppelte). Sie sind in der Regel mit
10/100 MBit beschriftet. Sollte man nur zwei Rechner vernetzen
wollen, kann man auf einen Hub verzichten, indem man ein
anderes Kabel mit gekreuzten Aderpaaren (Crosslink-Kabel)
verwendet. Bei der Neuanschaffung würde ich heutzutage nur
noch TP-Kabel einsetzen, weil sie in der Praxis problemloser
funktionieren. Auch sollte man sich überlegen, ob man nicht
gleich 100MBit-Karten kauft, da sie meistens nicht viel teurer
sind. Als Sparlösung kann man alte 10er-Karten mit neu
erworbenen 100er-Karten an ein 10er-Hub anschließen, muss
aber dann bedenken, dass bei der Aufrüstung auf 100MBit ein
Switching Hub gekauft werden muss und die 100er-Karten bis
dahin auch nur mit 10MBit betrieben werden. Auf jeden Fall
sollte man sich einen Platz für den Hub überlegen, der für
alle Rechner gut erreichbar ist. Die maximale Distanz zwischen
Hub und Rechner beträgt 100m.